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Marktkommentar 3. Quartal 2026

Im dritten Quartal blieb der Nahostkonflikt ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft. Bereits im Juli erklärten die USA die Absichtserklärung mit dem Iran für beendet und nahmen ihre Angriffe wieder auf. Die damit verbundenen höheren Energiepreise und die anhaltende Unsicherheit belasteten Unternehmen und Haushalte. Die Konjunktur zeigte sich dennoch insgesamt widerstandsfähig, entwickelte sich regional aber unterschiedlich.

In den USA wuchs das BIP im zweiten Quartal gemäss revidierten Daten annualisiert um 2.2%, nach 2.5% im ersten Quartal. Der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen stützten die Konjunktur, während der Aussenhandel aufgrund stark steigender Importe bremste. Am Arbeitsmarkt verlangsamte sich der Stellenaufbau im September auf 29’000, nach revidierten 133’000 im August. Die Arbeitslosenquote stieg leicht von 4.1% auf 4.2%.

Im Euroraum zeigte sich die Wirtschaft trotz höherer Energiekosten widerstandsfähiger als erwartet. Das BIP-Wachstum konnte nach einem schwachen 1. Quartal um 0.6% zulegen und steht im Vergleich zum Vorjahresquartal bei 1.2%. Öffentliche Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung unterstützten die Industrie, während sich die Dienstleistungen dank einer verbesserten Konsumentenstimmung erholten. Der Arbeitsmarkt blieb robust. Auch in der Schweiz fiel das Wachstum im zweiten Quartal kräftig aus. Dabei lieferte die Chemie- und Pharmaindustrie einen aussergewöhnlichen Beitrag aufgrund schwacher und teils negativer Vorquartale. Ebenso legte die Binnennachfrage zu. Für das Gesamtjahr erwartet die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein Wachstum von 1.5–2.0%.

China blieb dagegen durch eine schwache Binnennachfrage geprägt. Das BIP-Wachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 4.3% gegenüber dem Vorjahr – der tiefste Wert seit über drei Jahren. Trotz starker Exporte belasten der anhaltende Immobilienabschwung, rückläufige Investitionen und der verhaltene Konsum die Konjunktur weiterhin. Die zum Quartalsende zwischen China und den USA verlängerte Zollpause und vereinbarten Zollsenkungen für ausgewählte Produkte dürften Chinas Exporte stützen. Die nur zweimonatige Verlängerung der Zollpause lässt jedoch das Risiko einer erneuten Eskalation bestehen. Zugleich bleibt Chinas Konjunktur stark vom Export abhängig.
 

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